08.03.2014: Frauentag in Göttingen

Oberbürgermeister-Kandidatin Katharina Simon gratuliert den Göttinger Frauen zum Internationalen Frauentag

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„Ohne Frauen läuft hier nichts!“ Katharina Simon, Oberbürgermeister-Kandidatin der Göttinger Piraten, gratuliert den Göttinger Frauen zur kraftvollen Demonstration und zahlreichen Feierlichkeiten anlässlich des Internationalen Frauentages.

Simon läutete mit ihrer ersten Ansprache zum Internationalen Frauentag ihren Wahlkampf ein. Auf dem lebhaften Frauenfest der Deutsch-Russischen Gesellschaft erläuterte sie einige Punkte aus ihrem Wahlprogramm und betonte, dass in der Politik die Belange von Frauen immer mitbedacht werden sollen. „Heute ist Internationaler Frauentag: Selbstverständlich bin ich dafür, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen. Selbstverständlich bin ich für eine qualifizierte Kinderbetreuung. Selbstverständlich bin ich für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wir sind hier auf einem Fest der Deutsch-Russischen-Gesellschaft, einer von zahlreichen engagierten Migranten-Selbstorganisationen dieser Stadt. Und Fakt ist: Migranten und Migrantinnen haben es doppelt schwer, hier eine angemessene und ausreichend bezahlte Arbeit zu finden. Wechselnde Programme aus Hannover, Berlin und Brüssel zielen in erster Linie darauf ab, Menschen mit Migrationshintergrund als ehrenamtliche Integrationslotsen, Elternlotsen, Hochschullotsen, Ausbildungslotsen, Toleranzlotsen,Umweltlotsen zu qualifizieren. Das heißt nichts anderes, als dass Menschen mit umfangreichen Sprachkenntnissen unbezahlt die Arbeit machen sollen, für die eigentlich das Gemeinwesen zuständig sein müsste.Wer lotst eigentlich mal die vielen qualifizierten Migrantinnen und Migranten raus aus Hartz 4 in anständig bezahlte sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse?“ Simon fordert u.a. anonymisierte Bewerbungsverfahren,um nicht nur die Diskriminierung von Frauen, sondern auch die Diskriminierung von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt endlich zu beenden. Sie setzt sich dafür ein, dass Sprach- und Kulturunterricht für die Kinder von Migrantinnen und Migranten in Kindergärten und Schulen als Selbstverständlichkeit gefördert und als Bereicherung begriffen wird. Anlässlich ihrer Besuche auf einigen der zahlreichen Frauenfeiern zum Weltfrauentag wünscht sich die Oberbürgermeisterkandidatin für das kommende Jahr eine kraftvolle zentrale Frauenfeier in der Stadthalle: „Wir sind hier so viele engagierte Frauen aus verschiedenen Zusammenhängen und aus verschiedenen Kulturkreisen. Ich habe das Erzählcafe des Landkreises Göttingen besucht, wo Schmidts Katzen mit wunderbarer Stand-Up-Comedy für ausgelassene Lacher sorgten. Ich war als Gast auf der traditionellen Frauenfeier der Deutsch-Russischen Gesellschaft, auf der die Frauen und vor allem die Kinder mit Gedichten,Theater, Musik und Tanz eine zauberhafte und lebensfrohe Atmosphäre verbreiteten. Ich habe auf der Feier des Anatolischen Kulturzentrums im Haus der Kulturen unbefangen in den Abend getanzt. Ich wäre auch gerne noch auf die anderen Feiern gegangen. Auf einer großen zentralen Veranstaltung könnten sich alle Frauen mit ihren Themen und Kulturen präsentieren, sich kennenlernen, voneinander lernen und gemeinsam auf Augenhöhe ausgelassen miteinander feiern!“

Ansprache bei der Deutsch-russischen Gesellschaft

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„Gern weile ich in froher Runde, wo die Freiheit ihren Sitz hat“ – diese Worte von Puschkin habe ich das erste Mal auf dem Fest der Deutsch-Russischen Gesellschaft zum Russlandjahr gehört und ich freue mich sehr, dass ich auch jetzt hier bei Ihnen sein darf. Die Deutsch-Russische Gesellschaft schafft es immer wieder, russische Kultur mit seinen zahlreichen Facetten der Öffentlichkeit zu zeigen und eine Brücke zu schlagen zwischen den Kulturen. Der Frauentag ist in Russland ein Feiertag, an dem die Frauen und ihre Arbeit in Beruf und Familie gewürdigt wird.

1911 gab Clara Zetkin den Startschuß für den ersten Frauenkampftag, das ist jetzt über 100 Jahre her und seitdem hat sich viel getan. Alleine, was das Frauenwahlrecht betrifft – jetzt dürfen Frauen nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden. Ich bin Mitglied der Piratenpartei und kandidiere für das Amt des OB in Göttingen. Einige von Ihnen kennen mich bereits als rasende Reporterin für den Göttinger Blick. Ich bin 53 Jahre alt, habe eine fast 18-jährige Tochter und arbeite Teilzeit beim Landkreis Göttingen in der Jugendberufshilfe, im Pro-Aktiv-Center.

Der Oberbürgermeister wird von den Bürgerinnen und Bürgern alle acht Jahre gewählt, wahlberechtigt ist jede EU-Bürgerin und jeder EU-Bürger, der über 16 Jahre alt ist und am Wahltag, also dem 25.Mai, seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Göttingen gemeldet ist. Die Piratenpartei setzt sich ein für transparente Politik, für das Nachvollziehenkönnen politischer Entscheidungen und vor allem für eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung, Entscheidung und Gestaltung der Kommunen. Göttingen hat einen unbezahlbaren Schatz: Wie die Deutsch-Russische Gesellschaft gibt viele engagierte Vereine, Bürgerinitiativen und Verbände in Göttingen, ihre Mitglieder geben ihre Zeit, ihr Geld, ihre Kreativität und ihre Sachkompetenzen für diese Stadt. Als Oberbürgermeisterin möchte ich gemeinsam mit all diesen engagierten Bürgerinnen und Bürgern ein Göttingen gestalten, in dem sich alle zu Hause fühlen können, eine Stadt, in der Verwaltung und Politik denen dienen, die sie bezahlen: den Bürgerinnen und Bürgern. Heute ist Internationaler Frauentag: Selbstverständlich bin ich dafür, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen. Selbstverständlich bin ich für eine qualifizierte Kinderbetreuung. Selbstverständlich bin ich für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wir sind hier auf einem Fest der Deutsch-Russischen-Gesellschaft, einer von zahlreichen engagierten Migranten-Selbstorganisationen dieser Stadt. Und Fakt ist: Migranten und Migrantinnen haben es doppelt schwer, hier eine angemessene und ausreichend bezahlte Arbeit zu finden. Wechselnde Programme aus Hannover, Berlin und Brüssel zielen in erster Linie darauf ab, Menschen mit Migrationshintergrund als ehrenamtliche Integrationslotsen, Elternlotsen, Hochschullotsen, Ausbildungslotsen, Toleranzlotsen,Umweltlotsen zu qualifizieren. Das heißt nichts anderes, als dass Menschen mit umfangreichen Sprachkenntnissen unbezahlt die Arbeit machen sollen, für die eigentlich das Gemeinwesen zuständig sein müsste.Wer lotst eigentlich mal die vielen qualifizierten Migrantinnen und Migranten raus aus Hartz 4 in anständig bezahlte sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse? Ich möchte, dass in dieser Stadt zukünftig anonymisierte Bewerbungen die Regel werden, aus denen nicht hervorgeht, ob es sich um Männer oder Frauen, Migranten oder Biodeutsche handelt, die sich auf einen Job bewerben. Damit die Diskriminierung endlich ein Ende hat. Ich möchte, dass Sprach- und Kulturunterricht für die Kinder von Migrantinnen und Migranten in Kindergärten und Schulen als Selbstverständlichkeit gefördert und als Bereicherung begriffen wird. Ich möchte, dass wir alle gemeinsam und miteinander auf Augenhöhe und respektvoll Göttingen gestalten und weiterentwickeln. Der Wahlkampf hat gerade begonnen. In den nächsten Wochen wird ein umfassendes Wahlprogramm mit meinen Positionen zu den einzelnen Feldern kommunaler Politik und mit detaillierten Plänen zur Verwirklichung einer echten Bürgerbeteiligung in Göttingen erscheinen. Ich bin eine ganz normale Bürgerin dieser Stadt, ich bin allein erziehend und berufstätig und kann meine Position nicht für einen indirekten Wahlkampf nutzen, wie meine Konkurrenten aus den großen Parteien. Was ich kann, ist zuhören, die Menschen ernst nehmen und mit ihnen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten entwickeln und durchsetzen. Das unterscheidet mich von den anderen Kandidaten. Außerdem habe ich keinen Bart und bin als einzige Frau auf der Kandidatenliste nicht zu verfehlen!

Und jetzt möchte ich mit Ihnen allen gemeinsam den Internationalen Frauentag feiern!

 

 

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